Über mich
Ich bin auf einem kleinen Bauernhof im Schwarzwald aufgewachsen, in der Landwirtschaft groß geworden und ihr treu geblieben. Als Kind der Friedensbewegung verbrachte ich während des Agrarstudiums in Kiel gefühlt die meiste Zeit im studentischen Arbeitskreis Ökologischer Landbau - Frieden auch mit der Natur. Bodenschutz war damals in den 1980-er Jahren auch schon ein wichtiges Thema, obwohl u.a. die Größe und Schwere der damaligen Landmaschinen nicht mehr mit den heutigen zu vergleichen ist. Bodenzerstörung u.a. aufgrund der durch diese Maschinen verursachten Bodenverdichtungen, Schädigung der Bodenstruktur und dadurch verursachte Erosion sind heute offensichtlicher denn je. Meine Diplomarbeit über dieser Thematik, führte mich zur Permakultur als Alternative, mit der ich dann im Entwicklungsdienst in Brasilien praktisch in der Anlage von Agroforstsystemen zur Regeneration ausgelaugter Böden arbeiten konnte. Im Dreiklang der Permakultur (1-Sorge für die Erde, 2-Sorge für die Menschen, 3-Teile gerecht) – bin ich über die Jahre noch einigen anderen wichtigen Themengebieten begegnet.
Zurück in der Wahlheimat Schleswig-Holstein lernte ich in der Genossenschaft Menschlich Wirtschaften die Biozyklische Humuserde kennen. Die intensive Beschäftigung mit den Prozessen, durch die diese stabile Humussubstanz entsteht, brachte mich auf den aktuellen Stand von Bodenkunde und Pflanzenernährung. Mittels neuer Forschungsmethoden konnten in den vergangenen Jahren beeindruckende Erkenntnisse gewonnen werden, die die herrschenden Theorien gänzlich in den Schatten stellen. Eine spannende Zeit und erneut fasziniert mich das alte Thema, das ich nun auch mit ganzheitlichen Ansätzen weiterverfolgen kann.
Der gelebte Frieden mit der Natur ernährt den Menschen nicht nur physisch sondern auch psychisch. In Zeiten hemmungloser Technologisierung des Alltags ist es die tätige Beziehung mit den lebenden Wesen, die Halt und Hoffnung geben kann für uns selbst und für die Welt.

